Symptome bei bevorstehendem Schlaganfall:

Folgende allgemeine Symptome können auf einen bevorstehenden Schlaganfall hindeuten:

  • Plötzliche Asymmetrie des Gesichtes bzw. Lähmung eines Armes oder Beines einer Körperseite,
  • pelziges oder taubes Gefühl eines Armes, Beines oder einer ganzen Körperseite,
  • Sprachverlust bzw. Störungen, oder Schwierigkeiten beim Verstehen von Sprache,
  • akut einsetzende Sehschwäche, Einschränkung des Gesichtsfeldes oder Erblindung,
  • unerklärliches Schwindelgefühl (vor allem bei gleichzeitigen, plötzlichen Auftreten weiterer neurologischer Symptome),
  • Gangabweichung oder plötzliche Fallneigung,
  • akut einsetzende Desorientiertheit zeitlich, örtlich oder zur Person.

In den allermeisten Fällen werden Menschen aus völliger Gesundheit von einem Schlaganfall getroffen. Eben noch gesund, jetzt bedrohlich erkrankt. Die oben angeführten Erstsymtome werden häufig mißverstanden. Dies insbesondere auch, weil im Gegensatz zum Herzinfarkt bei der ganz überwiegenden Zahl der Patienten kein Schmerz als Warnsignal auftritt
( – das Gehirn hat keine Schmerzrezeptoren!). Erst im Verlauf der folgenden Stunden oder über Nacht kommt es zum Vollbild der klinischen Symptomatik.

Etwa 10% aller Schlaganfälle geht eine flüchtige Durchblutungsstörung des Gehirns (TIA oder transiente ischämische Attacke) voraus. Diese kann Stunden, Tage oder Wochen, ja sogar Monate vor dem eigentlichen Ereignis auftreten. Sie entsteht, wenn ein Blutpfropf kurzfristig eine Arterie verstopft und dadurch eine Gehirnregion nicht die nötige Blutzufuhr erhält. Die Symptome treten plötzlich und nur für relativ kurze Zeit auf, in der Regel einige Minuten bis Stunden. Die allgemeinen Symtome gleichen denen eines echten Schlaganfalles. Der einzige Unterschied ist, daß die Symptome einer TIA vorübergehender Natur sind, daß das Gefäß schnell wieder eröffnet wird und somit die Symptome nur ganz kurze Zeit andauern.

Eine derartige vorübergehende Durchblutungsstörung oder TIA ist ein äußerst wichtiges Warnsignal, das auf keinen Fall ignoriert werden sollte. Tatsache ist, daß Menschen, die eine TIA erlitten haben, zehnmal häufiger von einem Schlaganfall betroffen werden als Menschen gleichen Alters und Geschlechts, die derartige Attacken nicht erlitten haben.

Wenn Symptome eines Schlaganfalles auftreten, ist ärztliche Betreuung unbedingt erforderlich. Warnungen dieser Art dürfen nicht ignoriert werden! Nur der Arzt kann feststellen, ob eine andere Krankheit mit ähnlichen Symptomen (epileptischer Anfall, Ohnmacht, Migräne oder ein allgemeines medizinisches oder kardiologisches Problem) vorliegt. Sofortige medizinische Behandlung dieser Symptome können einen Schlaganfall mit schwerer Behinderung oder tödlichem Ausgang vermeiden.

 

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