Stroke Units

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Stroke-Units bundesweit bei der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft.

Das Schlaganfallgeschehen kann in den ersten Stunden am besten beeinflusst werden. Das sog. Zeitfenster, in dem Maßnahmen am effektivsten sind, beträgt bis zu sechs Stunden.

In der Stroke Unit soll durch enges Zusammenwirken zwischen Ärzten (Neurologen, Kardiologen, Neuro- radiologen und Neurochirurgen), Pflegepersonal, Krankengymnasten und Ergotherapeuten sowie Logopäden ein optimaler Behandlungseffekt für den Patienten erreicht werden. Wichtig ist auch die enge Zusammenarbeit der Stroke Unit mit den einweisenden Ärzten, Notärzten, den umliegenden Krankenhäusern sowie den Rettungsdiensten.

Am Patienten in einer Stroke Unit wird innerhalb der ersten Stunden ein rasches, zügiges und lückenloses Untersuchungsprogramm zur Erfassung des Ausmaßes und der Ursache des Schlaganfalls durchgeführt. Hierzu zählen die neurologische und internistische Untersuchung, die bildliche Darstellung des Gehirns und eventuell auch der Hirngefäße durch Computertomographie (CT), Kernspintomographie oder Angiographie sowie Ultraschalluntersuchungen der hirnversorgenden Gefäße.

Durch die rasche diagnostische Einordnung kann eine individuelle Therapie des Schlaganfalls durchgeführt werden. In Einzelfällen kann das Gerinnsel, das die Hirnarterien verstopft, medikamentös aufgelöst werden (Thrombolyse). Diese durch das Blutungsrisiko nicht ganz ungefährliche Behandlung kommt vor allem für Patienten in Frage, die innerhalb der ersten drei Stunden nach Symptombeginn in die Klinik aufgenommen werden können. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind die Hemmung der Blutgerinnselbildung ("Blutverdünnung"), die Verbesserung der Herzleistung oder die Hirnödembehandlung.

Die apparative Überwachung ("Monitoring") von Blutdruck, Herzfrequenz (Puls), Atmung, Temperatur sowie Laboruntersuchungen dienen der Ver- meidung von weiteren Schäden, die gerade in den ersten Tagen drohen. Bereits in dieser Akutphase auf der Stroke-Unit-Überwachungsstation werden Maßnahmen für die Rehabilitation begonnen (Lagerung, Kranken- gymnastik, Logo- und Ergotherapie).

Von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist die psychische Betreuung von Patienten und Angehörigen in diesen ersten Tagen durch ein erfahrenes Team. Der Patient soll die Stroke Unit mit einem maßgeschneiderten Konzept für die weitere medikamentöse und physikalisch-therapeutische Behandlung verlassen.

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