Größter deutschsprachiger Kongress der medizinischen Bildgebung widmet sich der Diagnose und Behandlung von Gefäßleiden

Mittwoch, 12. Mai 2010 verfasst von admin

Berlin, im Mai 2010. Vom 12. bis 15. Mai findet in Berlin der 91. Deutsche Röntgenkongress statt. Auch in diesem Jahr erwartet die Deutsche Röntgengesellschaft als Ausrichterin des traditionsreichen Kongresses rund 7.000 Teilnehmer aus allen Gebieten der bildgebenden Medizin. Ein Schwerpunkt des von dem Hamburger Radiologen Prof. Dr. Walter Gross-Fengels verantworteten Programms sind Diagnose und Therapiemöglichkeiten der Radiologie bei Erkrankungen der Gefäße. Kooperations-partner sind die Deutsche Gesellschaft für Angiologie (DGA) und die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG). 

Schlüsselstellung der Radiologie in der Behandlung von Gefäßerkrankungen
„Gefäßerkrankungen sind eine der großen Herausforderungen der Medizin im 21. Jahrhundert. Bedingt durch gestiegene Lebenserwartung und den Lebenswandel der westlichen Welt nehmen Krankheiten wie der Schlaganfall oder die peripher-arterielle Verschlusskrankheit dramatisch zu. Wir rechnen mit einer Verdopplung der Behandlungen in den kommenden 20 Jahren“, erklärt Gross-Fengels die Bedeutung des Schwerpunktthemas „Gefäße“. Die Rolle der Radiologie beschränke sich dabei keineswegs nur auf die Diagnose: „Mit den interventionellen, das heißt minimalinvasiven Verfahren können wir unter Bildkontrolle in Echtzeit Gefäßverschlüsse öffnen oder Schäden wie Gefäßaussackungen (Aneurysmen) mit Stents oder mit Coils behandeln“, so der Kongresspräsident. Die Kooperation mit den beiden benachbarten Fachgesellschaften DGA und DGG sei dabei Ausdruck der täglichen Zusammenarbeit in den deutschlandweit rund 100 Gefäßzentren. Hier werde interdisziplinär an der besten Therapie für den Patienten gearbeitet.

Der 91. Deutsche Röntgenkongress – Themen, Zahlen, Fakten
Über den Schwerpunkt Gefäßerkrankungen hinaus werden sich die in Berlin versammelten Experten der bildgebenden Medizin dem gesamten Spektrum der Radiologie widmen – wie der Herzdiagnostik, der Thoraxdiagnostik, der Molekularen Bildgebung oder den neuen Technologien im Bereich der Computer- und Magnetresonanztomografie. Einmal im Jahr treffen sich Radiologen, Medizinisch-technische Radiologie-Assistenten und andere Experten der Bildgebung auf dem Deutschen Röntgenkongress zum fachlichen Austausch. Mit rund 425 wissenschaftlichen Vorträgen, 450 Fortbildungsveranstaltungen sowie über 80 Posterbeiträgen ist der Kongress Deutschlands bedeutendstes Fort- und Weiterbildungsforum in der Radiologie. Zudem geben auf rund 5.000 m² Ausstellungsfläche über 120 Fachaussteller einen Einblick in die technischen Innovationen moderner Bildgebung und neuer interventioneller Behandlungsverfahren. 

 

Quelle:  Informationsdienst Wissenschaft – idw         

 

 


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