Heimpflege in Pflegeklasse III kostet über 2.700 Euro im Monat

Samstag, 13. März 2010 verfasst von admin

Wiesbaden – Pflegeheime kassieren einen durchschnittlichen Vergütungssatz für ihre Bewohner, der fast doppelt so hoch wie der von der Pflegeversicherung erstattete Höchstsatz ist. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, betrug der von den Heimen in Rechnung gestellte Satz in der höchsten Pflegeklasse III Ende 2005 durchschnittlich 2.706 Euro im Monat. In der Pflegeklasse II waren es 2.280 Euro, in der Pflegeklasse I 1.854 Euro. Die Pflegeversicherung zahlt dagegen für die vollstationäre Dauerpflege in der Stufe III 1.432 Euro, in Stufe II 1.279 Euro und in Stufe I 1.023 Euro. Die darüber hinaus gehenden Kosten müssen die Pflegebedürftigen selbst zahlen oder über Sozialleistungen wie die Sozialhilfe tragen.

Zu den Vergütungssätzen können noch gesonderte Investitionsaufwendungen der Heime kommen, die allerdings in der Pflegestatistik nicht erfasst werden. Neun von zehn Heimen stellten hierfür im Schnitt 376 Euro in Rechnung, womit sich nach der Statistik die Aufwendungen etwa in der Pflegeklasse III auf 3.082 Euro monatlich erhöhen. Allerdings ist die Vergütung der Heime je nach Bundesland unterschiedlich.

In allen neuen Ländern ist die Vergütung unterdurchschnittlich. Mit monatlich 2.250 Euro in der Pflegeklasse III gibt es in Sachsen und Sachsen-Anhalt die niedrigsten Kosten, die Heime dort kassieren jeden Monat 850 Euro weniger als im teuersten Bundesland Nordrhein-Westfalen (3101 Euro). In Hamburg werden für einen Platz nach der Stufe III 3010 Euro fällig.

© afp
 

 


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