Das “Tödliche Quartett”

Samstag, 13. März 2010 verfasst von admin

Metabolisches Syndrom: Erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker und bauchbetontes Übergewicht

Mediziner bezeichnen das "Tödliche Quartett" auch als "Metabolisches Syndrom", auch "Syndrom X" genannt. Warum es so gefährlich ist und was man dagegen tun kann – das lesen Sie hier.

Das „tödliche Quartett" ist die Kombination aus verschiedenen Risikofaktoren und Zivilisationskrankheiten, die alle mehr oder minder mit dem Stoffwechsel zu tun haben: Übergewicht, hohe Blutfett- und Blutzuckerwerte sowie Bluthochdruck. Nach derzeitigen Erkenntnissen leiden in Deutschland bis zu zwölf Millionen Menschen darunter. Sogar Kinder sind erkrankt.

Woraus setzt sich das "Tödliche Quartett" zusammen?
Das "Tödliche Quartett" setzt sich aus Einzelerkrankungen zusammen, die häufig in Kombination auftreten: Erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck, erhöhter Blutzucker und bauchbetontes Übergewicht. Als Folgeerkrankung kann Arteriosklerose auftreten, die zu Schlaganfall und Herzinfarkt führen kann. Herz-Kreislauferkrankungen sind in Deutschland Todesursache Nummer eins.

Warum ist das "Tödliche Quartett" so gefährlich?
Die einzelnen Faktoren des Tödlichen Quartetts schädigen die Blutgefäße, so dass Arteriosklerose entstehen kann und Herzinfarkt oder Schlaganfall die Folge sein können. Dies geschieht aber häufig lange Zeit unbemerkt, da keine unmittelbaren Beschwerden auftreten. Besonders Übergewichtige sollten sich regelmäßig von Ihrem Arzt untersuchen lassen, da Übergewicht das Risiko für Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und erhöhten Blutzucker steigert. Der beste Schutz ist jedoch, Übergewicht erst gar nicht entstehen zu lassen, beziehungsweise frühzeitig etwas dagegen zu unternehmen.

Was kann man gegen das "Tödliche Quartett" tun?
Es ist gar nicht so schwer, etwas gegen das "Tödliche Quartett" zu unternehmen, es muss auch nicht immer gleich die chemische Keule herhalten. Eine ausgewogene und ballaststoffreiche Ernährung in Kombination mit regelmäßiger Bewegung ist leichter umzusetzen als viele denken und von großer Bedeutung für die Gesundheit. Eine gesunde Ernährungsweise hilft, Übergewicht zu reduzieren, Blutfettwerte und Blutzuckerkonzentrationen zu senken sowie den Blutdruck positiv zu beeinflussen. Regelmäßige Bewegung unterstützt diese Effekte und darf in einem gesunden Lebensstil nicht fehlen.

Welche negativen Wirkungen hat Übergewicht auf den Stoffwechsel des Körpers?
Durch Überernährung und unzureichende Bewegung, den Ursachen für Übergewicht, ist der Blutzuckerspiegel ständig erhöht. Der Körper ist gezwungen mehr Insulin auszuschütten, um die Blutzuckerkonzentration zu senken. Dadurch tritt eine Gewöhnung der Zellen an den erhöhten Insulinspiegel ein und der Körper muss für eine optimale Wirkung noch mehr Insulin produzieren. Besonders die Fettzellen im Bauchbereich sind anfällig für eine Insulinresistenz. Mögliche Folge ist der Diabetes mellitus Typ 2. Bei extremem Übergewicht, Adipositas, ist die Natrium- und Wasserausscheidung gehemmt, so dass das Blutvolumen zunimmt und der Blutdruck steigt.

Welchen Einfluss hat die Fettverteilung auf das Gesundheitsrisiko?
Die Fettverteilung ist für das Gesundheitsrisiko von entscheidender Bedeutung. Während eine gynoide Fettverteilung, der so genannte „Birnentyp“ mit Fettpolstern hauptsächlich an Hüfte und Gesäß, mit einem niedrigeren Risiko für die Gesundheit einhergeht, erhöht eine androide Fettverteilung, der so genannte "Apfeltyp" mit Fettpolstern im Bauchbereich, das Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 und Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken. Die Fettverteilung ist genetisch bedingt und bei Frauen liegt häufig die gynoide Form der Fettverteilung vor, trotzdem kann auch die androide Form bei Frauen vorkommen.

 

 


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