Vermeidbare Zeitverluste vor therapeutischer Intervention nachgewiesen

Samstag, 13. März 2010 verfasst von admin

Durch Maßnahmen wie Patientenaufklärung und Verbesserung der Infrastruktur gelingt es zunehmend besser, Patienten nach akutem Schlaganfall rascher in eine kompetente Klinik einzuweisen.

Allerdings vergeht auch im Krankenhaus oftmals zu viel Zeit, bis letztlich eine therapeutische Intervention erfolgt. Faktoren, die zu dieser Verzögerung beitragen, wurden im Rahmen der durch das Kompetenznetz Schlaganfall koordinierten Berlin Acute Stroke Study (BASS) analysiert (Jungehulsing G. J. et al.: Emergency department delays in acute strake – analysis of time between ED arrival and imaging (Eur J Neural 2005 in press).

Als Parameter für einen effizienten Ablauf diente dabei das Zeitintervall zwischen Notaufnahme und bildgebender Diagnostik. Bei 558 Schlaganfallpatienten vergingen im Durchschnitt zwischen Notaufnahme und Beginn der CT/MRT 108 Minuten. Deutlich geringer (68 Minuten) war der Zeitverlust bei einer Subgruppe von 74 potenziellen ThromboIysekandidaten ( NIHSS >4 und Einweisung ins Krankenhaus binnen 120 Minuten nach Symptombeginn). Eine multivariable Analyse zeigte, dass Zeitverzögerungen im Krankenhaus offensichtlich auch durch Faktoren wie Schwere des Schlaganfalls, die prähospitale Zeitverzögerung, den Wochentag der Aufnahme und durch die Art der Krankenversicherung beeinflusst werden können.

Fazit: Die Zeitverluste bei der Versorgung von Patienten mit akutem Schlaganfall sind weiter zu lang und in vielen Fällen vermeidbar. Verantwortlich scheinen zum Teil auch Faktoren zu sein, die sich nicht aus medizinischer Notwendigkeit ergeben.

Quelle: Newsletter des Schlaganfall-Kompetenznetzes

 

 


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