„Erfolge“ können objektiv nicht nachgewiesen werden

Samstag, 13. März 2010 verfasst von admin

Schlaganfallbetroffene klammern sich in ihrer Not und bisweilen gar Verzweiflung schier an jeden Strohhalm, der Therapie oder zumindest Linderung ihrer Behinderung verspricht. Das ist verständlich.

Weniger verständlich allerdings ist, dass diese Situation allzu gerne gewinnbringend ausgenutzt wird: als gefundenes Fressen für geschäftstüchtige Vertreter allerlei „Therapien“, die mit ebenso verführerischen wie irreführenden Anpreisungen an den Mann gebracht werden. Das gilt auch für Elektrostimulation, von deren Wirksamkeit nur die Hersteller derartiger Geräte überzeugt sind.

Da wird – wie in der Zahnpastawerbung – mit nichtssagenden „klinischen Tests“ geprahlt, und Stellungnahmen „wissenschaftlicher Gutachter“ werden herangezogen, die sich bisweilen als (abhängige, weil umsatzbeteiligte) Vertragspartner entpuppen.

Es ist also allemal Vorsicht geboten! Immerhin können manche angepriesene – nicht gerade billigen – Gerätschaften mit wohlklingenden Namen aus streng wissenschaftlicher und unabhängiger Sicht keineswegs die Erfolge bestätigen, die sie vorgeben, zu bewirken. Gutgläubigkeit kostet viel Geld.

Ist ein langfristiger Miet- oder gar Kaufvertrag erst mal abgeschlossen, hat sich’s mit der vermeintlichen Fürsorge der Gerätehersteller. Der schlaganfallbetroffene Nutzer bleibt auf seinen Kosten sitzen, weil Krankenkassen – zurecht – die Gelder hierfür meist nicht erstatten. Die Behinderung aber hat sich keinen Deut gebessert.

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