Studie belegt: Verlauf der Krankheit kann gebremst werden

Freitag, 12. März 2010 verfasst von admin

Schlaganfall-Patienten erkranken häufiger an der Alzheimerschen Krankheit. Doch der Verlauf der Krankheit kann gebremst werden.

Das Alzheimer-Risiko von Menschen steigt bei einem Schlaganfall. Offenbar erhöht eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems die Gefahr zusätzlich. Unterdessen haben Mediziner eine neue Therapie gegen den Fortschritt der Demenz erfolgreich getestet.

Deutlichere Symptome

Richard Mayeux von der Columbia University in New York hat mit Kollegen die Gesundheitsentwicklung von 1766 älteren Menschen über 65 verfolgt. Zu Beginn der Studie im Jahr 1992 wurde die Krankengeschichte in Bezug auf Schlaganfall oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen fest gehalten. Keiner der Probanden litt zu diesem Zeitpunkt an der Alzheimerschen Krankheit.

Wie die Mediziner in der aktuellen Ausgabe des Magazins The Archives of Neurology berichten, erkrankten in der Untersuchungszeit bis zum Jahr 1999 jährlich durchschnittlich vier Prozent der Probanden, die keinen Gehirnschlag erlitten hatten, an der Demenz. Unter den Probanden mit einem Schlaganfall waren es dagegen 5,2 Prozent.

Das persönliche Alzheimer-Risiko steige bei einem Schlaganfall um rund sechzig Prozent, sagen die Mediziner. Besonders gefährdet seien Patienten mit Bluthochdruck, Diabetes oder Herzkrankheiten. Dies sei wahrscheinlich auf die Schädigung des Gefäßsystems zurück zu führen. Zudem könnten sich die Symptome der Demenz und die der Gefäßkrankheiten ergänzen, so dass die Alzheimersche Krankheit früher diagnostiziert wird.

Unterdessen haben Mediziner vom britischen University College London die Wirkung eines Zink- und Kupfer-bindenden Medikaments gegen den Fortschritt der Demenz getestet. Die in der gleichen Ausgabe des Magazins The Archives of Neurology veröffentlichten Ergebnisse der Studie an 36 Patienten sind positiv: Bei einem Test der geistigen Fähigkeiten schnitten die 18 Patienten, die das Medikament Clioquinol erhielten besser ab, als die 18 Probanden der Plazebo-Gruppe.

„Unsere Ergebnisse haben zur Entwicklung neuer, möglicherweise effektiverer Mittel geführt, die an der gleichen Stelle angreifen wie Clioquinol“, sagt Craig Ritchie, der leitende Mediziner der Studie. Für eine größere Studie des „Clioquinol-Prinzips“ an mehreren Kliniken versuchen die Forscher nun öffentlichen Mittel heranzuziehen.

Aus: Netzeitung.de-Wissenschaft

 


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