Selbsthilfe – Kassen bleiben Gelder schuldig

Freitag, 12. März 2010 verfasst von admin

BERLIN (ras). Im Jahr 2006 haben die Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) bundesweit insgesamt 27,56 Millionen Euro zur Förderung der Selbsthilfe ausgeschüttet.Dies entspricht einem Betrag von 0,39 Euro pro Versichertem.

Damit haben die Kassen aber wie im Jahr 2005 nur 71 Prozent des gesetzlich möglichen Fördervolumens ausgezahlt, kritisiert Jutta Hundertmark-Mayser von der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (Nakos) in Berlin. Die Spannweite reicht dabei nach der bisher vorliegenden vorläufigen Statistik für 2006 von den Innungskrankenkassen (0,31 Euro pro Versichertem) über die Angestellten-Ersatzkassen (0,44 Euro) bis zur Bundesknappschaft (0,52 Euro).

Ab 2008 werden die Kassen der Selbsthilfe indes die fehlenden Beträge nicht weiter vorenthalten können. In Paragraf 20 c SGB V wird die Selbsthilfeförderung faktisch zu einer Pflichtleistung. Im kommenden Jahr kann also damit gerechnet werden, dass das weitere Ausschöpfungspotenzial von zusätzlich etwa elf Millionen Euro für die Förderung der gesundheitsbezogenen Arbeit von Selbsthilfegruppen und Kontaktstellen auch tatsächlich bereitgestellt werden wird.

 

 


Falls für Sie diese Information hilfreich war, freuen wir uns über eine SPENDE

 

Ähnliche Beiträge

  1. Selbsthilfe bei Rückenschmerzen
  2. Kassen müssen Mistelpräperat zahlen
  3. Neue Ausstattung zur Lyse-Therapie für Notärzte
Werbung

Rss Feed Tweeter button Facebook button Myspace button Linkedin button