Hilfe im Pflegefall – 01

Freitag, 12. März 2010 verfasst von admin

Wie kommen Sie zu Ihrem Recht?

Fast 2 Millionen Pflegebedürftige erhalten inzwischen Leistungen aus der Pflegeversicherung. Mehr als eine Million mal im Jahr überprüfen Gutachter bei Menschen mit Hilfebedarf, ob sie Ansprüche auf Leistungen aus der Pflegeversicherung haben. Außerdem wird bei diesem Besuch über die Einordnung in die Pflegestufen eins bis drei entschieden. Doch fast ein Drittel der Anträge wird abgelehnt. Bei anschließenden Gerichtsverfahren bekommt aber wieder ein Drittel der Kläger Recht. Dies zeigt, wie wichtig das medizinische Gutachten ist.

Trotzdem sind viele Betroffene nicht richtig vorbereitet. Es ist schwierig, die Pflegebedürftigkeit im Rahmen nur eines Besuches des medizinischen Dienstes für alle Beteiligten zufriedenstellend zu klären. Deshalb sind viele Dinge zu beachten, wenn der medizinische Dienst kommt, um den Grad und Umfang der Pflegebedürftigkeit festzustellen.

Am 1. Januar 1995 wurde die letzte große Lücke in der sozialen Versorgung geschlossen. Seither gibt es die Pflegeversicherung. Sie wird im Rahmen einer sozialen Pflegeversicherung als neuer eigenständiger Zweig der Sozialversicherung und im Rahmen einer privaten Pflegepflichtversicherung durchgeführt.

Damit haben die Bürger einen Versicherungsschutz bei Pflegebedürftigkeit erhalten, den es vorher nicht gab. Die Einführung dieses Schutzes erhöhte allerdings auch das staatliche Sozialbudget. Dabei gilt der Grundsatz: Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist, gehört der sozialen Pflegeversicherung an. Wer in einer privaten Krankenversicherung mit Anspruch auf allgemeine Krankenhausleistungen versichert ist, muss seitdem eine private Pflegeversicherung abschließen.

Die soziale Pflegeversicherung schützt auch die Rentner vor dem Risiko der Pflegebedürftigkeit. Versicherungspflichtig in der Pflegeversicherung sind alle Rentner, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig oder freiwillig versichert sind.

Der Beitrag zur Pflegeversicherung bestimmt sich nach einem Prozentsatz der Rente, für das Jahr 2003 beträgt dieser 1,7 Prozent. Die Rentner, die nach beamtenrechtlichen Vorschriften oder Grundsätzen bei Krankheit und Pflege Anspruch auf Beihilfe oder Heilfürsorge haben, zahlen Beiträge nur in Höhe des halben Beitragssatzes. Sie erhalten aber auch die jeweiligen Leistungen nur zur Hälfte. Rentner, die krankenversicherungspflichtig sind, tragen den aus der Rente zu zahlenden Beitrag nur zur Hälfte. Er wird von der Rente einbehalten. Die andere Hälfte des Beitrags trägt der Rentenversicherungsträger.

Rentner, die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert sind, müssen den Beitrag zur Pflegeversicherung selbst zahlen. Zu diesem Beitrag erhalten sie aber vom Rentenversicherungsträger einen Zuschuss. Er ist so hoch wie der Beitragsanteil bei einem versicherungspflichtigen Rentner. Das Gleiche gilt für die Rentner, die bei einem privaten Versicherungsunternehmen einen Versicherungsvertrag zur Absicherung des Risikos der Pflegebedürftigkeit abzuschließen haben.

 


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