Hilfe im Pflegefall – 10

Freitag, 12. März 2010 verfasst von admin

Die behandlungspflegerische Versorgung wird durch das Krankenversicherungsgesetz geregelt.

Alle nachstehenden Leistungen können und müssen von Ihrem Haus- oder Facharzt verordnet werden:

  • Verbandwechsel
  • Blutdruckkontrollen
  • Medizinische Bäder
  • Dekubitusversorgung
  • Anus-Praeter-Versorgung
  • Urostoma-Versorgung
  • Trachealkanülenversorgung
  • Katheterisierung
  • Einlauf
  • Abgabe von Medikamenten
  • Temperaturkontrollen
  • Kontrollen des Allgemeinzustandes
  • Gewichtskontrolle
  • Flüssigkeitsbilanzierung
  • Injektionen
  • Infusionstherapie
  • Inhalationen
  • Anlegen von TNS-Geräten
  • Blutzuckerkontrollen
  • Einreibungen
  • Blasenspülungen
  • Sondenernährung
  • Sauerstoffverabreichung
  • Absaugen
  • Geh- und Bewegungsübungen
  • Tag- und Nachtwachen
  • Monitorring
  • Lagerung

 

"Hilfe zur Pflege" bei Pflegestufe 0
Wenn die Pflegekassen nicht oder zu wenig zahlen, müssen die Sozialämter oft die Kosten für ambulante Dienste übernehmen. Wer keine Leistungen von der Pflegeversicherung erhält, hat in vielen Fällen Anspruch auf "Hilfe zur Pflege" vom Sozialamt.

Das gilt für die einkommensschwachen Älteren, deren Hilfe- und Pflegebedarf unter dem von der Pflegeversicherung geforderten zeitlichen Mindestaufwand von 90 Minuten pro Tag liegt.

Wer vom Medizinischen Dienst in diese so genannten "Pflegestufe 0" eingruppiert wurde, sollte sich deshalb unbedingt beim Sozialamt nach Hilfe erkundigen. Art und Umfang der Unterstützung für diesen Personenkreis regeln die Ämter in den einzelnen Städten und Landkreisen unterschiedlich.

Das Sozialreferat in München prüft beispielsweise stets das Gutachten des Medizinischen Dienstes. Je nach dem Bedarf an Pflege und hauswirtschaftlicher Unterstützung, der daraus erkennbar ist, richten sich dann die Zahlungen des Sozialamtes. Wer Pflegesachleistungen ambulanter Dienste beantragt, erhält diese in voller Höhe des festgestellten Bedarfs.

 

 


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