Folsäure beugt vielerlei Erkrankungen vor

Freitag, 12. März 2010 verfasst von admin

Wer täglich 600 Mikrogramm Folsäure zu sich nimmt, beugt Herz-Kreislauf-Krankheiten, Darmkrebs sowie Depressionen vor und Frauen, die ein Kind bekommen (wollen) können das Ungeborene effektiv vor Missbildungen schützen, erklärt die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen.

Sie empfiehlt daher jedem, täglich 600 Mikrogramm Folsäure in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zuzuführen, da eine ausreichende Zufuhr allein über die Nahrung oft schwierig ist. Eine der wichtigsten Folsäureaufgaben im Organismus ist, die zellschädigende Substanz Homocystein wieder in ihre Ausgangsform, den Eiweißbaustein Methionin umzusetzen: Ist der Folsäurespiegel im Blut niedrig, steigt der Homocysteinspiegel an.

Ein erhöhter Homocysteinspiegel ist in zahlreichen Studien als Risikofaktor für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Herzinfarkt, Thrombose oder Schlaganfall nachgewiesen worden.

Zudem wird vermutet, dass sowohl das Auftreten von Depressionen als auch im weiteren Verlauf Demenz und Alzheimer von hohen Homocysteinspiegeln mit verursacht werden.

Des Weiteren zeigen Studien, dass eine tägliche Folsäurezufuhr von 400 bis 600 Mikrogramm täglich mindestens vier Wochen vor sowie in der Frühphase der Schwangerschaft das Risiko für Missbildungen wie beispielsweise Neuralrohrdefekte ("offener als Rücken") um etwa 50 bis 70 Prozent senken kann.

Die Folsäure ist ebenso maßgeblich an der Bildung der Erbinformation beteiligt. Es gibt Hinweise darauf, dass bei einer Folsäureunterversorgung hierbei Fehler unterlaufen, die zu Zellmutationen und somit Krebserkrankungen führen können. Da das wasserlösliche B-Vitamin Folsäure überaus empfindlich gegenüber Wasser, Hitze und Sauerstoff reagiert, nehmen wir es selbst bei ernährungsphysiologisch sinnvoller Kostauswahl nicht in bedarfsdeckenden Mengen auf.

Deswegen empfehlen die Ernährungsexperten prinzipiell gesamten Bevölkerung, das Vitamin täglich in Form von Nahrungsergänzungsmitteln als vorbeugende Maßnahme zuzuführen. Sinnvoll erscheinen Folsäurepräparate, die auch Vitamin B6 und B12 enthalten, da diese ebenso wie Folsäure am Homocysteinabbau beteiligt sind.

In den USA hat man Konsequenzen gezogen:
Dort werden Mehl und Getreideprodukte gesetzlich mit Folsäure angereichert, seither kommt es z.B. zu wesentlich weniger Missbildungen bei Schwangerschaften.

 

 


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