Eine Reha-Maßnahme wurde abgelehnt – was kann ich tun?

Freitag, 12. März 2010 verfasst von admin

Widerspruch muss begründet sein

Leser fragen – Die SHG Schlaganfallbetroffener München informiert:

Immer wieder wird die Münchner Schlaganfall-Selbsthilfegruppe mit Fragen kontaktiert, die von allgemeinem Interesse für Betroffene und Angehörige sein dürften. Wir versuchen hier, in loser Folge auf die häufigsten Fragen kompetente Antworten zu geben. Heute geht es um die Frage:

Zunächst ist zu klären, in welcher Form die Kasse Ihren Antrag konkret abgelehnt hat.

Dies kann mit förmlichem Bescheid (Erkennungszeichen: Rechtsbehelfsbelehrung am Schluss) oder mit formlosem Schreiben erfolgt sein.

Liegt ein förmlicher Bescheid vor, entnehmen Sie der Rechtsbehelfsbelehrung die Frist des Rechtsbehelfs (= Widerspruch innerhalb eines Monats gerechnet ab Zustellung).

Liegt kein förmlicher Bescheid vor, sollten Sie auf förmliche Bescheidung drängen. Damit veranlassen Sie die Kasse, ihre Entscheidung schriftlich und gerichtlich nachprüfbar, stichhaltig zu begründen. Das erhöht die Einschätzung der Erfolgschancen eines etwaigen Rechtsbehelfs.

Die zweite Frage ist, mit welcher Begründung die Kasse Ihren Antrag auf Reha-Maßnahme ablehnt.

Der ablehnende Bescheid muss die Begründung zur Ablehnung enthalten. Ein Widerspruch macht nur Sinn, wenn Sie die Begründung, notfalls mittels Gegenbeweis, entkräften oder widerlegen können.

Wird der Reha-Antrag also abgelehnt, suchen Sie das Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter und/oder widersprechen Sie innerhalb der Frist, wenn Sie ihre Ansicht hinreichend und sorgfältig begründen und belegen können. Es empfehlt sich daher in jedem Fall, den Widerspruch zu begründen, also z.B. ergänzende Arztbescheinigungen zitieren und beilegen.

Verschicken Sie den schriftlichen Widerspruch per Einwurfeinschreiben oder per Boten, damit sie die Einhaltung der Frist notfalls beweisen können. Führen Sie die Versandart im Widerspruch mit auf.

Ein Muster eines Widerspruchsschreibens, wie es von Mitgliedern der Münchner Schlaganfall-Selbsthilfegruppe bereits wiederholt erfolgreich eingesetzt wurde, können Sie unter

 

EKuhlmay@aol.com anfordern

 

 


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