Behandlungsqualität in Kliniken

Freitag, 12. März 2010 verfasst von admin

Die weit überwiegende Mehrheit der Patienten, deren Behandlung in die Auswertung der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) 2005 eingeflossen ist, hat in den Krankenhäusern eine gute Versorgung enthalten: Nach den Worten von BQS-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker D. Mohr wurden für den Bericht 2005 rund 16 Prozent der 17 Millionen Krankenhausfälle in Deutschland erfasst. Derzeit werden Qualitätsdaten zu 21 Erkrankungen analysiert.

Mit den übermittelten Datensätzen konnte die BQS beispielsweise nachweisen, dass bei rund 3,7 Prozent der 171.000 Patienten, denen die Gallenblase operativ entfernt wurde, chirurgische Komplikationen auftraten. Die Spannweite zwischen den Krankenhäusern lag allerdings zwischen null und 16 Prozent. Oder dass sich nach Wiederholungseingriffen in der Herzschrittmacher-Therapie bei 90 bis 98 Prozent der verwendeten Sonden eine angemessene Funktion nachweisen ließ.

Mohr wies darauf hin, dass die übermittelten Datensätze zu 98 Prozent von guter Qualität seien. Um Schönungen und Fälschungen von Ergebnissen möglichst zu verhindern, wurde Ende 2005 mit einem Validierungsverfahren begonnen, das Stichproben vor Ort und den Abgleich mit den übermittelten Daten vorsieht.

Marion Rink, Patientenvertreterin im Gemeinsamen Bundesausschuss, lobte die Arbeit der BQS wie auch die Mitarbeit der Krankenhäuser. Noch sei aber häufig unklar, ob und wie erkannte Defizite beseitigt würden. Als Beispiel für notwendige Qualitätsverbesserungen verwies sie auf Angaben, wonach seit drei Jahren bei rund einem Viertel aller Eierstockentfernungen ein unauffälliger histologischer Befund folgte.

 

 

 


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