Schädliche Auswirkung des Rauchens reversible

Donnerstag, 11. März 2010 verfasst von admin

Dallas (ddp). Die schädlichen Auswirkungen des Zigarettenrauchens auf die Blutgefäße sind reversibel:

Wie irische Forscher bei Bluthochdruckpatienten gezeigt haben, nimmt die bei Rauchern verminderte Elastizität der Arterien nach mehrjähriger Tabakabstinenz wieder zu.

Die Schlagadern ehemaliger Raucher seien zehn Jahre nach der Entwöhnung so elastisch wie jene von Nichtrauchern, schreiben Noor Jatoi vom St. James-Krankenhaus in Dublin und seine Kollegen.

Die Wissenschaftler veröffentlichen ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift «Hypertension» (Bd. 49, S. 1). Jatoi und seine Kollegen maßen die Elastizität der Arterien von über 500 Patienten mit hohem Blutdruck und werteten die Rauchgewohnheiten der Studienteilnehmer aus. Kein Teilnehmer war zuvor medikamentös gegen den Bluthochdruck behandelt worden.

Das Ergebnis: Die Arterien der Raucher und derjenigen Patienten, die bis vor weniger als einem Jahr noch rauchten, waren gegenüber jenen der Nichtraucher deutlich weniger elastisch. Doch je länger die Ex-Raucher ohne Zigaretten lebten, desto weniger waren ihre Gefäße versteift, lautet die gute Nachricht der Forscher.

Bei Menschen, die seit mindestens zehn Jahren ohne Rauch lebten, konnten die Wissenschaftler keinen Unterschied mehr feststellen. Die Wände der großen, herznahen Schlagadern sind bei jungen und gesunden Menschen elastisch. Tabakgenuss und Passivrauchen führen jedoch zu einer Abnahme dieser Elastizität, wodurch sich die Arterien weniger ausdehnen können, wenn das Blut vom Herzen stoßweise durch sie gepumpt wird.

Als Folge dieser arteriellen Steifigkeit nimmt der Widerstand der Blutgefäße zu, und der Blutdruck steigt. Rauchen ist somit nicht nur ein bedeutender Risikofaktor für Lungenkrankheiten und -krebs, sondern auch für Herz-Kreislauferkrankungen. Tabakentwöhnung sei unter anderem wegen der positiven Auswirkungen auf die Gefäßwände ein wichtiger Schritt zu erhöhter Lebensqualität, sagen die Forscher. Je früher Raucher von ihrer Sucht abließen, desto besser.

Die Selbsthilfegruppe Schlaganfallbetroffener in München informiert:
Kritische Anmerkung:

Selbst wenn die Elastizität der Blutgefäße in der Entwöhnungsphase wieder zunimmt, so kann der Herzinfarkt oder Schlaganfall längst vorher eintreten – in der Raucher- oder während der zehnjährigen Entwöhnungsphase!

Die einzig richtige Schlussfolgerung zur Risikovermeidung kann also nur sein: Überhaupt nicht erst zu rauchen anfangen!

 

 


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