Risikofaktor für Epilepsie nach Schlaganfall

Donnerstag, 11. März 2010 verfasst von admin

Bei etwa 10% aller Apoplex-Patienten kommt es zu Krampfanfällen, etwa 1/3 davon entwickeln eine Epilepsie.

Viele Details dieser Komplikation sind trotz ihrer Häufigkeit bislang unbekannt.

Unter 1428 Patienten, die an einer Stroke-Unit behandelt worden waren, wurden die klinischen Variablen jener 51 Patienten (3,6%) untersucht, die nach dem Infarkt eine Epilepsie entwickelten. Bei 70,6% der Betroffenen lag ein ischämischer, bei 21,6% ein hämorrhagischer und bei 7,8% ein venöses Infarktereignis vor.

36 der 1327 Patienten mit ischämischen Schlaganfall entwickelten eine Epilepsie, elf der 86 mit hämorrhagischen und vier der 15 venösen Infarkt. Patienten mit Postapoplex-Epilepsie hatten im Vergleich zu den Schlaganfall-Patienten ohne diese Komplikation signifikant häufiger einen hämorhagischen bzw. einen venösen Schlaganfall erlitten.

Vom Infarkt betroffen waren häufiger die rechte Hemisphäre sowie am häufigsten das Versorgungsgebiet der mittleren Zerebralarterie. Thrombotische und kardio-embolische Infarkte zogen fast die gleiche Rate an Postapoplex-Epilepsie nach sich 2,6 bzw. 2,7%), während deren Inzidenz bei lakunären Infarkten erwartungsgemäß niedriger ausfiel.

 

 

 


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