Um das gesundheitliche Risiko des Rauchens zu mindern, hilft es nicht, den Zigarettenkonsum zu reduzieren.
Allein eine strikte Tabakabstinenz erhöht die Lebenserwartung und verringert das Risiko von Lungenkrebs, Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, haben Aage Tverdal und Kjell Bartveit vom norwegischen Gesundheitsdienst festgestellt.
Sie untersuchten in einer Langzeitstudie 51.000 Raucher (Tobacco Control, Bd. 15, S. 472, 2006):
Eine Gruppe der Probanden reduzierte nach einer Eingangsuntersuchung den Zigarettenkonsum von mehr als 1z Zigaretten pro Tag auf weniger als acht. Dass die Teilnehmer in dieser Gruppe sich tatsächlich daran hielten, überprüften die Forscher anhand von Bluttests. Eine Vergleichsgruppe rauchte unverändert weiter.
Die Todesrate und die Häufigkeit von Tabak-assoziierten Krankheiten unterschied sich nach 25 Jahren in beiden Gruppen nicht. In einer dritten Gruppe, in der die Studienteilnehmer ganz zu rauchen aufhörten, sank die Todesrate dagegen auf die Hälfte.
Raucher, die auf ärztlichen Rat hin weniger rauchten, „wähnten sich daher unberechtigt in Sicherheit“, schreiben die Autoren.
Aus: Süddeutsche Zeitung, Nr. 276 vom 30. November 2006
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