Mal wirksam, bei anderen Menschen mal nicht

Donnerstag, 11. März 2010 verfasst von admin

Wissenschaftler haben entdeckt, warum bestimmte Blutverdünner (Cumarinderivate) bei manchen Menschen wirksam sind und bei anderen nicht.

Das menschliche Eiweiß, an dem Cumarinderivate normalerweise angriffen, sei aufgrund genetischer Abweichungen so verändert, dass die Arzneistoffe nicht andocken können.

"Dies führt zu einem Wirkverlust", erklärt Dr. med. Johannes Oldenburg vom DRK- Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie in Frankfurt.

Bei dem Eiweiß handelt es sich um den Proteinkomplex Vitamin-K-Epoxid-Reduktase (VKORC1). Cumarinderivate gehören zu den wichtigsten Medikamenten zur Blutverdünnung. Sie hemmen die Blutgerinnung bei Patienten mit erhöhtem Risiko, eine Thrombose (Blutgerinnsel) zu bilden.

Eingesetzt werden sie beispielsweise nach einem Herzinfarkt oder Gefäßoperationen. In Deutschland müssen mehr als 700.000 Patienten diese Arzneimittel einnehmen. Hierzu zählen vor allem die Vitamin-K-Antagonisten Phenprocoumon und Warfarin.

Obwohl schon seit den 40er Jahren eingesetzt, war jahrzehntelang unklar, wie diese Medikamente wirken. Für seine Leistungen erhielt Oldenburg den mit 25.000 Euro dotierten Paul-Martini-Preis 2005, der jährlich von der Paul-Martini-Stiftung, Berlin, vergeben wird.

 

 


Falls für Sie diese Information hilfreich war, freuen wir uns über eine SPENDE

 

Ähnliche Beiträge

  1. Blutgerinnungs-Eiweiss entdeckt
  2. Folsäure hält Hirnfunktionen älterer Menschen in Schwung
  3. Die meisten Menschen haben zu viel Fett im Bauch
Werbung

Rss Feed Tweeter button Facebook button Myspace button Linkedin button