Kritik an Idee britischer Forscher

Donnerstag, 11. März 2010 verfasst von admin

Für heftige Diskussionen sorgen Forscher, die mit der Idee für eine „Superpille“,

die das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko verringern soll.

Nicholas Wald und Kollegen vom Institut für Präventivmedizin der Universität London schlagen im Fachblatt British Medical Journal (Bd. 326, S. 1407, 2003) vor, sechs Arzneien wie Aspirin, Cholesterin- und Blutdrucksenker sowie Folsäure zu kombinieren.

Alle Menschen ab 55 Jahren sollten die Kombination täglich nehmen – auch ohne Symptome von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein Drittel könne davon profitieren.

Helmut Gohlke, Vorstand der Deutschen Herzstiftung, verwies jedoch auf mögliche Nebenwirkungen wie Magen- und Gehirnblutungen. „Wie sich die Kombination auswirkt, ist ungewiss.“

Auch müssten die theoretischen Berechnungen der Forscher in Studien geprüft werden.

Der Präsident der Amerikanischen Herzgesellschaft warnt vor „Massentherapie“. Franz Xaver Kleber, Direktor der Klinik für Innere Medizin in Berlin-Marzahn, sagte: „Es wäre falsch anzunehmen, dass eine Kombination von Arzneien das Risiko kumulativ reduziert.“ Die Volksgesundheit steige nicht durch Verteilen von Pillen.

 

 


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