Gezielte Unterkühlung nach einem Herzstillstand

Donnerstag, 11. März 2010 verfasst von admin

Eine gezielte Unterkühlung nach einem Herzstillstand kann nach Einschätzung von Wissenschaftlern für manche Patienten lebensrettend sein.

Werde die Körpertemperatur nach einem Herzstillstand künstlich herabgekühlt, entstünden oft geringere neurologische Schäden und die Überlebenschance steige, berichtete die Universität Bonn am Montag. Zu diesem Ergebnis komme eine europaweite Studie.

Die Entscheidung, ob eine Unterkühlung in Frage komme, könne aber nur der Notarzt treffen. Die Studie stützt sich auf die Behandlung von 275 Herzinfarktpatienten mit Herzstillstand. Die Hälfte der Betroffenen wurde nach dem Infarkt für 24 Stunden in einem Spezialbett mit kalter Luft "umspült", so dass ihre Körpertemperatur nur noch 32 bis 34 Grad betrug.

In dieser Gruppe hatten ein halbes Jahr nach dem Herzstillstand 55 Prozent der Patienten gar keine oder nur eine geringe Beeinträchtigung der Hirnfunktion, 41 Prozent überlebten das erste halbe Jahr nicht. In der Vergleichsgruppe der nicht unterkühlten Patienten lebten nach einem halben Jahr nur 39 Prozent der Patienten ohne oder mit geringfügigen Hirnstörungen. 55 Prozent waren gestorben.

Aus: Süddeutsche Zeitung Nr. 82 vom 09.04.2006

 

 

 


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