Genetische Risikofaktoren

Donnerstag, 11. März 2010 verfasst von admin

Familienuntersuchungen und Zwillingsstudien zufolge spielen beim Schlaganfall neben den bekannten vaskulären Risikofaktoren auch genetische Veränderungen eine Rolle.

Eine Forschergruppe um Professor Florian Stögbauer vom Universitätsklinikum Münster arbeitet daran, Genvariationen zu identifizieren, die mit dem Auftreten von Schlaganfall vergesellschaftet sind.

Um die entsprechend notwendige große Patientenpopulation für die umfangreichen Genanalysen zu gewinnen, wurde in Zusammenarbeit mit drei anderen Projektgruppen des KNS in zwei Regionen Deutschlands (Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern) ein Netzwerk von verschiedenen Kliniken gegründet.

Darüber hinaus wurden in diesen beiden Regionen bevölkerungsbasierte Kontrollgruppen identifiziert. Blutproben von bisher insgesamt 2500 Schlaganfallpatienten sowie 1500 Kontrollen wurden hinsichtlich Variationen in Genen untersucht, die in für das Schlaganfallrisiko bedeutsame Stoffwechselwege involviert sind.

Erwartungsgemäß konnte kein einzelnes Gen als DAS "Schlaganfallgen" identifiziert werden. Vielmehr zeigte die erste Zwischenauswertung,
dass mindestens vier Genvariationen mit dem Auftreten von Schlaganfall assoziiert sind, wobei die Kombination dieser Genvariationen das Schlaganfallrisiko offenbar erheblich erhöht.

Derzeit werden diese Analysen im gesamten Datensatz und getrennt auf die beiden untersuchten Regionen ausgewertet, um die Daten weiter abzusichern.

 

 


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