Blutgerinnungs-Eiweiss entdeckt

Donnerstag, 11. März 2010 verfasst von admin

Würzburger Forscher machten eine Entdeckung, nach der die Wissenschaft seit 30 Jahren gesucht hat:

Sie fand ein Eiweiß, das eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielt. (Nature, Bd. 427, S. 537, 2004).

Nun wird endlich verstanden, wie bestimmte Arzneien zur Blutverdünnung wirken. Das neu entdeckte Eiweiß habe eine Schlüsselfunktion im Stoffwechsel von Vitamin K, sagt Projektleiter Johannes Oldenburg von der Universität Würzburg.

Wenn Patienten zu Blutgerinnseln neigen, erhalten sie Mittel wie Macumar, die in den Vitamin-K-Stoffwechsel eingreifen. Die Arzneien verdünnen das Blut und beugen somit einem Schlaganfall oder Lungenembolien vor.

Wo sie aber genau in den Stoffwechsel eingreifen, war bislang unbekannt. Die Würzburger zeigten nun gemeinsam mit Kollegen vom Imperial College in London, dass die Medikamente das neu entdeckte Eiweiß abfangen.

Die Forscher spürten das Eiweiß auf, indem sie Menschen untersuchten, die an einem seltenen Gendefekt leiden. Bei ihnen funktioniert der Vitamin-K-Stoffwechsel von Natur aus nicht.

Oldenburg hofft, dass die Entdeckung dazu beitragen kann, sicherere Arzneien zu finden. Derzeit sterben in Deutschland jährlich 500 Patienten an Blutungen durch Blutverdünner.

 

 


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