Begünstigt erhöhter Homocystein-Spiegel Alzheimer-Krankheit?

Donnerstag, 11. März 2010 verfasst von admin

Ein erhöhter Homocystein-Spiegel im Blut soll auch die Alzheimer-Krankheit und andere Hirnleistungsstörungen begünstigen,

erläuterte Professor Dr. Klaus Pietrzik vom Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Bonn bei einem Vortrag in Düsseldorf. Den Grund dafür vermuten Fachleute in Mikroinfarkten im Gehirn durch Vitaminmangel – eine These, die jedoch bisher noch nicht direkt durch Studien belegt werden konnte. Allerdings weiß man heute, dass gesünder ernährte Menschen im Durchschnitt später an Demenz erkranken, was auf die bessere Vitaminversorgung zurückgeführt wird.

Etwa 20 bis 30 Prozent der Bewohner von Altenheimen leiden laut Pietrzik unter einem Vitamin-B12-Mangel, der wiederum zu hohe Homocystein-Werte nach sich ziehen kann. Da Demenzen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gerade im höheren Lebensalter verstärkt auftreten, erscheint es sinnvoll, ältere Menschen zusätzlich mit B-Vitaminen und Folsäure zu versorgen.

Im Gegensatz zu Deutschland werden in anderen Ländern Nahrungsmittel mit den Vitaminen B6, B12 sowie Folsäure angereichert, etwa
in Ungarn das Brot. Dadurch sollen die Homocystein-Werte der Bevölkerung flächendeckend gesenkt werden.

Dass diese Methode Erfolg verspricht, zeigt das Beispiel USA: Nachdem seit 1998 MehI und andere Getreideprodukte mit Folsäure angereichert wurden, sank im ersten Jahr die Zahl der Todesfälle durch Schlaganfall und Herzattacken landesweit um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das sind immerhin 25000 Sterbefälle weniger.

Aus: Neue Apotheken-Illustrierte, 01. Oktober 2006

 

 


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