Haushaltshilfe möglich?

Mittwoch, 10. März 2010 verfasst von admin

Die Selbsthilfegruppe Schlaganfallbetroffener in München informiert:

Immer wieder erreichen die Mailbox der Münchner Schlaganfall-Selbsthilfegruppe Anfragen. So erst kürzlich die Frage, ob man eine Haushaltshilfe nehmen könne, wenn z. B. der/die pflegende Angehörige mit der Hausarbeit überlastet ist.

Grundsätzlich kann jeder Personal einstellen, soweit dieses „aus eigener Tasche“ bezahlt wird. Bei vorliegender Frage geht es offensichtlich um die Kostenerstattung durch andere Kostenträger.

Hierzu stehen in §§ 38, 132 Sozialgesetzbuch V die Rechtsgrundlagen:

„Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten Haushaltshilfe, wenn ihnen wegen Krankenhausbehandlung oder wegen häuslicher Krankenpflege, Mütter-(genesungs-)kur oder einer Vorsorge- bzw. Rehabilitationskur (Kuren) die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist. Voraussetzung ist, dass im Haushalt ein Kind lebt, das bei Beginn der Haushaltshilfe das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder das behindert und auf Hilfe angewiesen ist.

Weiter kann die Satzung bestimmen, dass die Krankenkasse in anderen als den genannten Fällen Haushaltshilfe erbringt, wenn Versicherten wegen Krankheit die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist.

Bei beiden Varianten ist ferner Voraussetzung, dass eine im Haushalt lebende Person den Haushalt nicht weiterführen kann.

Als Haushaltshilfe stellt die Krankenkasse eine Ersatzkraft; sofern dies nicht möglich oder zweckmäßig ist, werden die Kosten für eine selbst beschaffte Ersatzkraft in angemessener Höhe erstattet. Eine Erstattung erfolgt nicht für Verwandte und Verschwägerte bis zum zweiten Grad. Ersatzkräfte stellen u. a. – auch für nicht versicherte Personen – die Sozialen Dienste und Sozialstationen.

Erwachsene leisten zur Haushaltshilfe eine Zuzahlung in Höhe von 10 % des täglichen Gesamtaufwandes für jeden Kalendertag, an dem Leistungen in Anspruch genommen werden. Die tägliche Zuzahlung beträgt mindestens 5 und höchstens 10 €, allerdings nicht mehr als der tägliche Gesamtaufwand der Haushaltshilfe. Die Zuzahlungen werden bei der Belastungsgrenze berücksichtigt.“

In allen anderen Fällen sind sämtliche Leistungen mit der „Pflegepauschale“ der Pflegekasse abgegolten. Darüber hinausgehende Kosten müssen selbst getragen werden.

 

 


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