Computerspiele zum Gedächtnistraining

Mittwoch, 10. März 2010 verfasst von admin

Computerspiele können sinnvoll eingesetzt werden

Die Selbsthilfegruppe Schlaganfallbetroffener in München informiert:

Wer rastet, der rostet. Was landläufig für Muskeln gilt, kann auch auf das Gehirn übertragen werden. Was Sportler ganz selbstverständlich ist, sollte auch der Schlaganfallbetroffene berücksichtigen.

Im menschlichen Gehirn finden sich Billionen von Nervenzellen, die eintreffende Nachrichten verarbeiten. Durch einen Schlaganfall können Gehirnareale zerstört werden. Nun gilt es, die noch vorhandenen Reserven mit allen Mitteln zu stabilisieren, zu nutzen und auszubauen.

Schlaganfall-Patienten können den Heilungsprozess fördern, indem sie ihr Gehirn trainieren, denn ständige Reize lösen Lernprozesse aus. Dies betrifft nicht nur das körperliche Training zur Wiedererlangung bestimmter alltäglicher Fertigkeiten, sondern auch die Sprache und das Gedächtnis.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Übens: selbstständiges oder betreutes Üben, Üben im Rahmen einer Gruppe. Hierzu gehört etwa das unbewusste Üben beim Spielen in der Gruppe.

Überhaupt kann Spielen ein unterhaltsames und anregendes Nerventraining sein.

Aber alleine spielen? Natürlich! Memory, Würfelspiele, Mikado, Puzzles, Kreuzworträtsel, Sudoku – nur wenige Beispiele für Formen des Spiels, die auch alleine sehr gut durchführbar sind.

Und dann gibt es natürlich eine große Zahl von Computerspielen: Hier sind nicht dumpfe Actionspiele und waffenstrotzende Ballerspiele gemeint, sondern Logik- und Strategiespiele, die kombinatorisches Denken erfordern – und damit die Nervenzellen anregen.

Mit lebendigen Spielpartnern kann man natürlich „in Echtzeit“ kommunizieren. Und hier soll Computerspielen auch nicht uneingeschränkt das Wort geredet werden. Aber zwei Vorteile haben PC-Spiele sogar gegenüber menschlichen Mitspielern:

  • man kann die Spielstärke des Computerprogramms einstellen – vom Anfänger bis zum Vereinsspieler (z. B. beim Schachprogramm)
  • man kann Spielzüge rückgängig machen und eine Spielanalyse durchführen.

Beide Vorteile bietet das Spiel mit dem menschlichen Partner nicht. Gerade die Spielanalyse ermöglicht die Variation und Korrektur von Spielzügen und damit langfristig eine Verbesserung der Taktik und Spielstärke.

Der Verfasser hat gute Erfahrungen insbesondere mit einem Schach- und Schafkopfprogramm gemacht und seine Spielstärke verbessert. Beim monatlichen Spielnachmittag der Selbsthilfegruppe Schlaganfallbetroffener in München ist das den (realen) Mitspielern bereits aufgefallen…

Therapie ohne Arzt und Tabletten, die jeder selbst betreiben kann, die (fast) nichts kostet – und die trotzdem Spaß macht! Versuchen Sie’s mal!

 

 


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