Betreutes Wohnen – Worauf Sie achten sollten

Mittwoch, 10. März 2010 verfasst von admin

Worauf Sie unbedingt achten sollten

Die Selbsthilfegruppe Schlaganfallbetroffener in München informiert:

1. Keine Barrieren:
Bei der Wohnung und der Wohnanlage sollte man darauf achten, dass sie barrierefrei gebaut sind. Das heißt, es gibt keine Treppen und Stufen beziehungsweise alternativ sind flache Rampen und Aufzüge vorhanden. Flure und Türen müssen breit genug sein, dass sich dort auch Personen mit einer Gehhilfe, zum Beispiel einem Rollator, problemlos bewegen und alle Räume der Einrichtung erreichen können. Das Bad: Vorteilhaft sind vor allem eine bodengleiche Dusche und ausreichend Platz, damit bei Bedarf auch Hilfsmittel eingesetzt werden können.

2. Umfeld prüfen:
Abgesehen von der Wohnanlage empfiehlt es sich, auch das Umfeld zu prüfen. Wenigstens Geschäfte für den täglichen Bedarf, Ärzte und Apotheken sollten zu Fuß oder mit regelmäßig verkehrendem öffentlichen Nahverkehr gut erreichbar sein.

3. Serviceleistungen:
Bei den Serviceleistungen sollten Interessenten vor allem auf die Verteilung der Grundleistungen – die pauschal bezahlt werden müssen – und der Wahlleistungen achten. Sonst werden eventuelle Kosten für Leistungen fällig, die man überhaupt nicht benötigt. Außerdem ist es ratsam, im Vorfeld genau zu klären, was zum Beispiel die "regelmäßige Wohnungsreinigung" beinhaltet und wie oft diese Leistungen tatsächlich angeboten werden. Von besonderer Bedeutung ist die regelmäßige Ansprechperson. Sie sollte verlässlich an mehreren Tagen in der Woche im Haus sein und die Bewohner bei der Organisation ihres Alltags unterstützen.

4. Verträge:
Konsequenterweise sollte es für das Betreute Wohnen zwei Verträge geben: einen Miet- oder Kaufvertrag für die Wohnung und einen Servicevertrag. Dazu gehören außerdem noch die Hausordnung und ein aktuelles Preisverzeichnis. Für beide Verträge gilt, dass alle Leistungen und Preise so detailliert wie möglich aufgeführt sein müssen. Preiserhöhungen sollten an die tatsächlich anfallenden Kosten oder zum Beispiel die Rentensteigerung angepasst und nicht an eine willkürliche Festlegung des Betreibers gekoppelt sein. Zu beachten sind auch die Kündigungsfristen für Wohnung und Serviceleistungen. Übrigens: Pflegebedürftigkeit ist kein Grund zur Kündigung seitens des Vermieters.

 

 


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