Stiller Killer – Bluthochdruck

Dienstag, 9. März 2010 verfasst von admin

Häufig unterschätzter Risikofaktor für vielerlei Erkrankungen!
Bluthochdruck ist die häufigste Ursache für Herzinfarkt und Schlaganfall, aber auch für Nierenerkrankungen und -versagen. Die Belastung greift die kleinen Arterien in den Ausscheidungsorganen an und stört die Filterfunktion der so genannten Nierenkörperchen, in denen der Harn produziert wird. "Leiser Mörder" nennen Engländer und Amerikaner die Krankheit, "silent killer". Ein fieser Name, der es auf den Punkt trifft. Denn meist spüren die Betroffenen nichts, während das Leiden ihre Körper verändert und ihre Gefäßsysteme allmählich zermürbt. Mindestens 16 Millionen Deutsche leiden an Bluthochdruck, der so genannten Hypertonie. Schon jeder Zweite zwischen 35 und 64 Jahren hat zu hohe Messwerte. Doch die Hälfte der Kranken ahnt nichts von ihrem Leiden, da es erst einmal keine Schmerzen verursacht.

Chronisch erhöhter Blutdruck entsteht, wenn irgendein Rädchen im Gefäß-, Ausscheidungs- und Herzschlag-Stellwerk unseres Körpers nicht mehr sauber läuft. Wenn die Arterien durch Nerven- und Botenstoff-Signale ständig eng gestellt werden, oder wenn die Niere nicht genug Salz und Flüssigkeit ausscheiden kann und das Herz deshalb zu viel Blut durch das Gefäßnetz pressen muss. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: familiäre Vorbelastung, Übergewicht, zu wenig Bewegung, zu viel Salz, zu viel Alkohol, Stress, Schichtdienst, Arbeitslosigkeit, Mobbing, Lärm oder bestimmte Medikamente.

Es entsteht ein Teufelskreis: Wer dauernd zu hohen Blutdruck hat und nichts dagegen unternimmt, dessen Arterien verändern sich unaufhaltsam, weil sie dem überschießend pulsierenden roten Saft standhalten müssen.

Die glatten Muskelzellen in der Gefäßwand vermehren sich, die Wand wird dicker und der Hohlraum kleiner, durch den das Blut fließen kann. Damit steigt wiederum der Widerstand in den Gefäßen, das Herz muss ackern wie ein Bodybuilder, um das Blut hindurchzupressen wie Löschwasser durch eine Feuerwehrspritze. Schließlich können die Arterien ganz verstopfen oder platzen. Solche Gefäßveränderungen manifestieren sich an unterschiedlichen Organen: Blutungen im Auge, Nierenversagen, Angina-pectoris-Anfälle, Herzmuskelschwäche, Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Trotz aller grausamen Folgen gibt es immerhin zwei positive Nachrichten zu verkünden: Erstens gehört die Behandlung des Bluthochdrucks zu den erfolgreichsten Therapien überhaupt – falls Arzt und Patient gut zusammenarbeiten. Und zweitens können viele Betroffene ihren Blutdruck auch ohne Tabletten drosseln.

Amerikanische Untersuchungen zeigen, dass Erkrankte mit leichter Hypertonie es schaffen, ihre Werte innerhalb von sechs Monaten deutlich zu senken – durch mehr Bewegung und gesündere Ernährung, durch Verringerung des Alkoholkonsums und Gewichtsreduktion.

Ein Drittel der Probanden erreichte sogar Idealwerte unter 120 zu 80 mmHg (sprich Millimeter Hg. Ab Werten von 140 zu 90 mmHg spricht man von Bluthochdruck.) "An jedem Rädchen ein bisschen zu drehen bringt schon eine ganze Menge", sagt Professor Martin Middeke, der das Ratgeber-Buch "Blutdrucksenken ohne Medikamente" geschrieben hat (Trias Verlag Stuttgart, 19,80 Euro). Wer als Übergewichtiger ein Kilogramm abnimmt, verringert den Druck in seinen Adern um bis zu drei mmHg. Regelmäßiger Ausdauersport bringt noch einmal bis zu zehn mmHg.

 

 


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