Hirnströme steuern Cursor präzise

Dienstag, 9. März 2010 verfasst von admin

Bewegung im Geiste
Auch wer keinen Muskel rührt, kann etwas bewegen. Über Elektroden, die außen am Schädel die Hirnströme erfassen, lässt sich ein Cursor auf einem Computerbildschirm schnell und präzise steuern – allein Kraft der Gedanken.

Das zeigen Wissenschaftler der State University of New York (PNAS, Bd. 101, S. 17849, 2004).

Dass Hirnströme sich in gezielte Bewegungen umsetzen lassen, hatten schon andere Forscher an Affen und Menschen bewiesen. Aber mit äußerlich angebrachten Elektroden ließen sich bisher nur einfache und langsame Bewegungen steuern.

Die Neurologen Jonathan Wolpaw und Dennis McFarland identifizierten bei jedem Versuchsteilnehmer die Bestandteile der Hirnströme, die der Proband am besten willkürlich beeinflussen konnte. Außerdem entwickelten sie neue Rechenverfahren. Damit wurden eine Präzision und ein Tempo erreicht wie sonst nur mit Elektroden, die ins Gehirn implantiert sind, berichten die Forscher.

Querschnittgelähmte schnitten in den Tests sogar besser als Gesunde ab – wahrscheinlich, weil sie stärker motiviert sind, vermuten die Wissenschaftler.

 

 


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