Tromboseschutz nach Schlaganfall optimiert

Sonntag, 7. März 2010 verfasst von admin

Dresden (ner). Zwei von drei Patienten mit ischämischen Schlaganfall und Hemiplegie erleiden unbehandelt eine tiefe Beinvenenthrombose und 20% eine Lungenembolie. Diese Risiken lassen sich mit dem niedermolekularen Heparin Enoxaparin (NMH) offenbar signifikant besser mindern als mit unfraktioniertem Heparin (UFH)

So lag in der PREVAIL-Studie mit mehr als 1700 Patienten die Thromboembolierate bei Behandlung mit unfraktionierten Heparin 90 Tage nach dem Ereignis bei 18% und mit Enoxaparin (Clexane®) dagegen bei 10%. Das berichtete der Essener Neurologe Professor Dr. Diener beim Jahreskongress der Gesellschaft für Thromboseforschung in Dresden. Nachgewiesene tiefe Beinvenenthrombosen traten bei knapp 10% der mit UFH behandelten und bei etwa 5% der mit NMH behandelten Patienten auf.
Die Blutungsrate lag insgesamt um 8%, 1% wurde als klinisch bedeutsam eingestuft. Es gab bei den Blutungen jedoch keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Behandlungsgruppen.

Die Studie untermauert die Ergebnisse einer Pilotstudie mit 200 Patienten. Auch hier Enoxaparin tendenziell besser wirksamer gewesen als UFH.

 

 


Falls für Sie diese Information hilfreich war, freuen wir uns über eine SPENDE

 

Ähnliche Beiträge

  1. Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft: Lähmung nach Schlaganfall – Physiotherapie auch Jahre später noch wirksam
  2. Schlaganfall: Physiotherapie hilft noch lange nach Schlaganfall
  3. Plädoyer für Statin-Therapie nach Schlaganfall
Werbung

Rss Feed Tweeter button Facebook button Myspace button Linkedin button