Giftige Mengen: eine Frage der richtigen Dosis

Sonntag, 7. März 2010 verfasst von admin

Womit schon Paracelsus vor knapp 500 Jahren umging, macht Ärzten noch heute zu schaffen: Die Frage der richtigen Dosis. Das zeigt eine Untersuchung von Klinischen Pharmakologen der Medizinischen Hochschule Hannover, in der 127 Ärzte zu Dosierungen alltäglich gebrauchter Medikamente befragt wurden.

Nur die Hälfte der Studienteilnehmer kannte die richtigen Mengen für die Arzneien. 15 Prozent hätten den Patienten so wenig verabreicht, dass überhaupt keine Wirkung eingetreten wäre. Zu schlimmen Nebenwirkungen wäre es in sieben Prozent gekommen, da die Ärzte zu viel angeordnet hätten.

Etwa 25000 Menschen sterben jährlich durch unerwünschte Nebenwirkungen von Arzneimitteln. „Dosierungen sind bislang kein Thema im Studium“, bemängelte Studienleiter Jürgen Fröhlich. „Aber in Zukunft müssen Studenten lernen, wie man maßgeschneidert Medikamente gibt.

Doch die Auswahl von über 2000 chemischen Wirkstoffen macht das Lernen nicht übersichtlicher. Fröhlich hat deshalb ein System entwickelt, das den Ärzten helfen soll: Ein Computer errechnet abhängig von Körpergröße, Gewicht und anderen Angaben die individuelle Dosis.

Die Selbsthilfegruppe Schlaganfallbetroffener in München informiert:

 


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