Depression wird transparent

Samstag, 6. März 2010 verfasst von admin

Das Thema Depression ist in der Gesellschaft noch immer mit Tabus behaftet. Die Betroffenen trauen sich nicht, darüber zu sprechen und wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen. So bleiben sie in der ambulanten ärztlichen Versorgung häufig unentdeckt. Selbstmordgedanken, die oft mit Depression einhergehen, kommen beim Arzt oft nicht zur Sprache.

Mit dem Buch "Depression – Verzweiflung – Suizidalität" verschafft der Autor Klaus Jost nun Abhilfe. Er macht auf das Thema in verschiedenen Lebensphasen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen und im hohen Alter aufmerksam und zeigt gleichzeitig Möglichkeiten in der Prävention und Therapie.

Der psychologische Psychotherapeut leitet selbst eine Beratungsstelle und wendet sich unter anderem an Vertreter sozialer und pflegerischer Berufe und an die Betroffenen selbst. Er gibt praktische Hilfestellungen, die auch Ärzten in der Beratung und Therapie nützlich sein können.

Das Werk ist als Einführung zu empfehlen, da es knapp, klar und auch für Laien verständlich Theorie und Erfahrung des komplexen Themas Depression und Suizidalität beschreibt. Praxisnah liefert der Autor viele Fallbeispiele und Anschauungsmaterial, etwa den Bericht eines Jugendlichen, der nicht mehr leben möchte. (eim)

Klaus Jost: Depression Verzweiflung Suizidalität. Ursachen, Erscheinungsformen, Hilfen.

Matthias-Grünewald-Verlag (Mainz) 2006, 160 Seiten, 19,80 Euro.

 


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